Vortrag: Leni Weiser: VIA – Verein für internationalen & interkulturellen Austausch e. V. , 13.07.2026
Leni Weiser: VIA – Verein für internationalen & interkulturellen Austausch e. V.

v.l.n.r. Karl-Otto Gabel-Müller, Leni Weiser, Dr. Christiane Mackenroth
Der VIA e.V. ist eine 1992 gegründete, gemeinnützige Organisation, die internationale Langzeit-Freiwilligendienste (meist 9 bis 12 Monate) im In- und Ausland vermittelt. Der Verein arbeitet überparteilich, ist nicht konfessionell gebunden und richtet sich an Menschen ab 18 Jahren.
Ein Freiwilligendienst ist ein staatlich gefördertes Engagement, bei dem junge Menschen in gemeinnützigen Projekte im Ausland (Europa und weltweit) eingesetzt werden. Der Verein sieht es als Ziel, Brücken zwischen verschiedenen Kulturen zu bauen, zwischen Menschen unterschiedlicher Herkunft, unterschiedlicher Ansichten, Werte und Sprache. Mit Programmen des internationalen Austauschs sollen junge Menschen aus aller Welt die Möglichkeit erhalten, miteinander zu leben und zu arbeiten, voneinander zu lernen und den eigenen Horizont erweitern. Interkultureller Austausch soll Toleranz fördern und die Solidarität in einer globalisierten Welt stärken.
Die Einsatzbereiche sind sehr unterschiedlich, so dass jeder Interessierte eine für sich geeignete Aufgabe finden kann: neben Betreuung von Kindern, Senioren, Behinderten oder Tieren gibt es Projekte in Landwirtschaft, Umweltschutz., Gesundheitsversorgung, Kultur und Medien.
Neben der Vermittlung von Ort und Aufgabe bietet der Verein den Teilnehmenden folgende Leistungen:
- Pädagogische Begleitung und Beratung
- Seminare vor, während und nach dem Dienst (je nach Programm)
- Organisatorische und administrative Betreuung
- Erstattung/Zuschuss der internationalen Reisekosten
- Unterkunft und Verpflegung
- Auslandskrankenversicherung, Unfall- und Haftpflichtversicherung
- Betreuung vor Ort
- Bescheinigung für die Kindergeldfortzahlung
Zur Finanzierung der Freiwilligendienste beantragt der Verein staatliche Fördergelder beim Ministerium für Bildung, Familien, Senioren, Frauen und Jugend sowie beim Ministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. Mit diesen Zuschüssen können ca. 75% der anfallenden Kosten gedeckt werden. Da die Jugendlichen keinen Beitrag bezahlen müssen, um sicherzustellen, dass jeder unabhängig von seiner Herkunft an einem solchen Programm teilnehmen kann, ist es jedoch Teil des Konzepts, dass die Freiwilligen durch Werbung und Vorträge einen eigenen Förderkreis aufbauen und so Spenden generieren. Diese solidarische Mitwirkung ist Verpflichtung, jedoch ist die Teilnahme nicht an eine bestimmte Höhe von Spenden gebunden.
Text: Dr. Christiane Mackenroth


