Vortrag: Mechtilde Gairing – Pfalz Pop Art 24.11.2025
Mechthilde Gairing: Pfalz Pop Art – Kunst für die Seele
Wieder einmal sollte hier an unseren Clubfreund Georg Wadle erinnert werden, der mit seiner Einleitung „Wer nicht dabei war, hat etwas verpasst“ in unsere Clubgeschichte eingegangen ist. Es war so! Es ist unserer heutigen Referentin gelungen, die Zuhörer für ihre Kunst zu begeistern, aber auch darüber hinaus mit ihrer Geschichte in Bann zu ziehen.
Mechthilde Gairing ist eigentlich ausgebildete Kinderkrankenschwester und war später als Heilpraktikerin tätig. In dieser Zeit hatte sie nicht einmal als Hobby mit Malerei zu tun. Alles begann damit, dass sie vor etwa 7 Jahren zweien Ihrer Enkel einen Malkurs schenkte, den sie dann als neugierige Großmutter zuschauend mit besuchte. Genau zum richtigen Zeitpunkt! Es folgte die Corona-Zeit, in der dieser erste Kontakt mit Farbe und Pinsel für Mechthilde Gairing zu Hilfe und Therapie wurde, um mit den Umständen und der damit verbundenen Schließung ihrer Praxis fertig zu werden. Sie malte, probierte aus, kopierte und entwickelte dabei ihr eigenes Gefühl für Farben und deren Wirkung. Als sie dann noch die Idee hatte, ungewöhnliche, teilweise skurrile Elemente, Lebensweisheiten und Sinnsprüche in die Bilder zu integrieren, entwickelte sie damit einen so unverwechselbaren Stil, der schließlich zum Schlüssel Ihres Erfolgs wurde.
Das wurde ihr selbst erst klar, als sie es aus dem Mund des Galeristen in New York hörte, den sie fragte, warum gerade sie dort ausstellen konnte. „Keiner malt so wie Du“ war seine Antwort, die für die Künstlerin zur Bestätigung und zum Ansporn wurde, diesen Weg entschlossen und selbstbewusst weiterzuverfolgen.
In ihrer aktiven Malphase, also ab etwa ihren 70. Lebensjahr hat Mechthilde Gairing mehr als 1000 Bilder gemalt. In Bad Dürkheim und der weiteren Region hat sie in dieser Zeit mehr als 50-mal ausgestellt – von ganz klein auf dem Flohmarkt über Weinfeste, Kunstevents bis in Museen. International war sie vertreten auf Ausstellungen u.a. in New York, Paris, Mailand, Turin, Sizilien, London und Florenz. In der Dürkheimer Römerstraße führt sie ihre Galerie.
Mechthilde Gairing malt, weil es ihr selbst guttut. Sie will damit aber auch Botschaften in die Welt senden: Farben, Worte und Inhalte ihrer Bilder sollen den Betrachter ansprechen, in den Bann ziehen, zu Gesprächen und Fragen auffordern und zum Nachdenken bringen. Sie sollen Lebensfreude vermitteln, inspirieren und auch dem Betrachter guttun. Darüber hinaus will die Künstlerin, die selbst fast 70 Jahre nichts von ihrer Begabung wusste, anderen Menschen zeigen, dass man in jeder Lebensphase Dinge anfangen und umsetzen kann, wenn man mit echter Begeisterung und Passion dabei ist.
Als Mutter, Großmutter und ursprüngliche Kinderkrankenschwester liegt Mechthilde Gairing das Wohl von Kindern schon immer sehr am Herzen. Sie möchte deshalb unserem Kiwanis eV als passives Mitglied beitreten (für eine aktive Mitgliedschaft hat jemand, der nachts malt und tagsüber ausstellt kaum Freiraum…) und ganz aktuell schon für unseren Glühweinausschank auf dem Weihnachtsmarkt die drei oben gezeigten Bilder als Druck (einen mittlerer Größe, einen kleinen und ein Puzzle) spenden, so dass wir unseren Ausschank mit einer Tombola verbinden können (an die Arbeit…!)
Liebe Frau Gairing: wir sind sehr froh, dass Sie zwischen Florenz und Venedig doch noch kurz für den Vortrag bei uns nach Dürkheim gekommen sind und danken für den inspirierenden Abend, für Ihre Idee und Engagement und freuen uns auf weitere Kooperationen!
Text: Dr. Christiane Mackenroth
- Gespanntes Publikum
- Pop Art …
- … Beispiele
- Ein kleiner Dank für eine große Vorstellung
- Die Macherinnen des Abends







