Vorankündigung: Werkstatt Gespräch mit Christina Laube und Mehrdad Zaeri – 08.11.2026

Ort: Aula des Werner-Heisenberg-Gymnasiums – Bad Dürkheim
Beginn: 16:00 Uhr
Tickets: Erwachsene 12 Euro – Schülerinnen und Schüler haben freien Eintritt

Pause mit Getränken und Finger Food
anschl. Signierstunde und Buchverkauf mit freundlicher Unterstützung der Buchhandlung Frank

Der KC Bad Dürkheim Weinstraße wird sich im Kiwanis Jahr 2026/27 auch dem Thema Kunst und (Jugend-)Literatur widmen.
Zu dieser Veranstaltung hat der Club ein Autoren Duo aus Mannheim eingeladen:

Christina Laube und Mehrdad Zaeri

Das Künstlerpaar Christina Laube und Mehrdad Zaeri gibt durch Werkstattgespräche Einblick in das eigene Leben und Schaffen. Es werden gemeinsame Buchprojekte vorgestellt, die Herangehensweise an Illustration und Text, unterschiedliche Möglichkeiten der Gestaltung, Geschichtenfindung und Erzählweise.
Die Gäste erfahren auch von neuen Projekten durch Kunst im öffentlichen Raum, wofür sich die beiden erstmals an ein XXL- Graffiti für ein vierstöckiges Haus im Mannheimer Stadtzentrum heranwagten und nebenbei auch das Kranführen lernten.
Der Zeichner Mehrdad Zaeri und die Fotografin Christina Laube haben schon immer auf gleiche Weise geträumt. Das half, ihre Kunst zusammenzubringen und daraus eine eigene Bildsprache entstehen zu lassen. Das Leben brachte die richtigen Zufälle, dem gemeinsamen Tun genügend Platz zu schenken. Seit vielen Jahren gestaltet das Duo Räume, Wände und Bücher und erzählt auf innige und poetische Art die großen und kleinen Geschichten des Lebens.

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Der Fokus für diese Veranstaltung liegt auf der neuesten, gemeinsamen Publikation
„ANNA – Was die Zeit nicht heilt“ (Fischer Sauerländer Verlag).
Das Buch wurde für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2025 in der Kategorie Sachbuch nominiert.

Die Jury betonte die universelle Aktualität des Jugendbuches. Die Erzählung basiert zwar auf einer wahren, im Zweiten Weltkrieg angesiedelten Geschichte, weist durch das Thema des Aufwachsens im Krieg jedoch weit über das konkrete Einzelschicksal hinaus und stellt so einen direkten Bezug zu aktuellen Ereignissen im Heute her.

Die Graphic Novel eignet sich besonders für Jugendliche ab zwölf Jahren, aber auch für Erwachsene.

Anna – Was die Zeit nicht heilt

Anna – Was die Zeit nicht heilt ist eine Graphic Novel von Christina Laube und Mehrdad Zaeri. Das Buch erschien am 24. Juli 2024 bei Fischer Sauerländer und richtet sich an Leserinnen und Leser ab etwa zwölf Jahren. Es umfasst 64 Seiten mit farbigen Illustrationen und trägt die ISBN 978-3-7373-7352-4.

Die Geschichte spielt im Deutschland des Jahres 1943. Der Vater der jungen Erzählerin ist als Soldat an der Front. Während die Tochter darauf hofft, dass er eines Tages zurückkehrt, wird ihre Heimatstadt durch Bombenangriffe zerstört. Gemeinsam mit ihrer Mutter flieht sie aufs Land.

Im Dorf sind die beiden Fremde. Die Tochter findet jedoch eine Freundin: Anna, eine junge Ukrainerin, die während des Zweiten Weltkriegs als Zwangsarbeiterin nach Deutschland verschleppt wurde. Anna und das Mädchen sprechen nicht dieselbe Sprache. Trotzdem entsteht zwischen ihnen eine enge Verbindung. Sie verständigen sich ohne viele Worte – besonders durch Bewegung und Tanz.

Diese Freundschaft bringt helle Momente in eine von Angst, Entwurzelung und Krieg geprägte Kindheit. Doch das Glück ist nicht von Dauer: Anna kommt bei einem Luftangriff ums Leben. Das Mädchen überlebt, wird erwachsen und alt, kann Anna und deren Schicksal aber nie vergessen. Jahrzehnte später beschließt sie, Annas Geschichte weiterzuerzählen und ihr damit ein Denkmal zu setzen.

Eine wahre Geschichte

Die Graphic Novel beruht auf einer wahren Begebenheit. Die alte Frau, die als Kind Anna kennengelernt hatte, wandte sich Jahrzehnte nach dem Krieg an Christina Laube und Mehrdad Zaeri. Sie wollte verhindern, dass Anna und ihr Schicksal in Vergessenheit geraten.

Dadurch erhält das Buch eine doppelte zeitliche Perspektive: Die Leserinnen und Leser erleben einerseits die Ereignisse aus der Sicht eines Mädchens während des Krieges. Andererseits blicken sie mit der erwachsenen beziehungsweise alten Frau auf diese Kindheit zurück. Die Vergangenheit ist nicht abgeschlossen. Sie wirkt bis in die Gegenwart fort.

Der Titel Was die Zeit nicht heilt verweist deshalb auf eine zentrale Aussage des Buches: Zeit kann Wunden verändern, aber nicht unbedingt verschwinden lassen. Besonders der Verlust eines Menschen, dessen Leben durch Krieg und Gewalt ausgelöscht wurde, bleibt schmerzhaft. Die Erinnerung wird hier jedoch nicht nur als Belastung dargestellt. Sie ist auch eine Form von Verantwortung.

Gestaltung und Bildsprache

Christina Laube erzählt die Handlung mit bewusst sparsamen Worten. Mehrdad Zaeris Zeichnungen tragen einen großen Teil der Erzählung. Die Bilder zeigen nicht nur, was geschieht, sondern vermitteln auch Stimmungen: Bedrohung, Einsamkeit, Nähe und Trauer.

Die Freundschaft zwischen dem Mädchen und Anna funktioniert gerade deshalb so eindrucksvoll, weil sie nicht auf langen Gesprächen beruht. Gesten, Blicke, Körperhaltungen und der gemeinsame Tanz werden zu einer eigenen Sprache. Das macht die Geschichte auch für Leserinnen und Leser verständlich, die sich mit historischen Zusammenhängen zunächst noch wenig auskennen.

Die Illustrationen sind farbig, aber nicht vordergründig dekorativ. Sie dienen dazu, Atmosphäre und Erinnerung sichtbar zu machen. Szenen des Krieges und der Zerstörung stehen neben stillen, persönlichen Momenten. So entsteht ein Wechsel zwischen äußerer Gewalt und innerer Nähe.

Historischer Hintergrund

Das Buch thematisiert mehrere Erfahrungen, die für den Zweiten Weltkrieg kennzeichnend waren:

  • Bombenangriffe auf deutsche Städte.
  • Flucht und Verlust der vertrauten Heimat.
  • Das Leben von Kindern zwischen Angst und Ungewissheit.
  • Die Verschleppung ukrainischer Menschen zur Zwangsarbeit nach Deutschland.
  • Die Ausgrenzung von Menschen, die als Fremde oder „nicht zugehörig“ betrachtet wurden.
  • Die langfristigen Folgen von Krieg und traumatischen Verlusten.

Dabei erzählt die Graphic Novel Geschichte nicht aus der Perspektive großer militärischer Ereignisse. Im Mittelpunkt steht vielmehr ein einzelnes Mädchen und ihre Beziehung zu Anna. Gerade diese persönliche Perspektive macht die historischen Vorgänge anschaulich.

Auszeichnungen und Bedeutung

Anna – Was die Zeit nicht heilt wurde für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2025 in der Kategorie Sachbuch nominiert. Die Jury hob damit ein Werk hervor, das historische Information, persönliche Erinnerung und künstlerische Gestaltung miteinander verbindet. In der offiziellen Nominierungsbroschüre wird das Buch als Geschichte über Kriegserfahrung, Erinnerung und das Weitererzählen eines ausgelöschten Lebens vorgestellt.[jugendliteratur]
Die Jury begründete die Nominierung für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2025 mit folgenden zentralen Punkten:
– Starke visuelle Erzählweise: Über weite Strecken wird die Geschichte rein über die Bilder transportiert. Die in gedeckten Braun- und Schwarztönen gehaltenen Illustrationen von Mehrdad Zaeri erinnern bewusst an alte, vergilbte Schwarz-Weiß-Fotografien.
– Gelungene historische Ästhetik: Die kurzen, sprachlich präzisen Sätze von Christina Laube sind in einer Schrifttype gesetzt, die wie von einer alten Schreibmaschine getippt wirkt. Dies verstärkt gemeinsam mit den Bildern den Eindruck, direkt in ein privates Fotoalbum und die Erinnerungen einer älteren Frau zu blicken.
– Universelle Aktualität: Die Jury betont, dass die Erzählung zwar auf einer wahren, im Zweiten Weltkrieg angesiedelten Geschichte basiert, durch das Thema des Aufwachsens im Krieg jedoch weit über das konkrete Einzelschicksal hinausweist und einen direkten Bezug zu aktuellen Ereignissen im Heute herstellt.

Die Graphic Novel eignet sich besonders für Jugendliche ab zwölf Jahren, aber auch für Erwachsene. Sie bietet einen niedrigschwelligen Zugang zu Themen wie Nationalsozialismus, Zwangsarbeit, Flucht und Erinnerungskultur. Für den Unterricht kann sie zum Beispiel als Ausgangspunkt dienen, um über Zeitzeugenberichte, die Wirkung von Bildern oder die Frage zu sprechen, wie Geschichte in Familien weitergegeben wird.

Christina Laube

Christina Laube ist schon in der Kindheit am liebsten in den Bilder- und
Geschichtenwelten ihrer Bücher verloren gegangen. Sie wurde Fotografin und hat für
Film, Theater und alle Menschen, die wollten, Bilder gemacht. Zum Schreiben kam sie
Jahre später durch einen schönen Zufall. Die Freude am Gestalten und Erzählen wanderte
vom Papier schließlich an Hauswände. Heute tauscht sie Kamera und Stift gerne auch
gegen Pinsel und Sprühdose, um gemeinsam mit Mehrdad Zaeri poetische Wandgemälde
zu gestalten. Die beiden bilden das Duo Sourati. Die gemeinsame Graphic Novel „ANNA –
Was die Zeit nicht heilt“ wurde 2025 für den deutschen Jugendliteraturpreis nominiert.

Einordnung in Zaeris Werk

Für Mehrdad Zaeri besitzt das Buch auch eine persönliche Resonanz. Er selbst floh als Vierzehnjähriger mit seiner Familie aus dem Iran nach Deutschland. Seine Erfahrungen mit Fremdsein, Sprachlosigkeit und dem Verlust der vertrauten Heimat sind nicht identisch mit der Geschichte von Anna, bilden aber einen wichtigen Hintergrund für seine sensible Darstellung von Flucht und Entwurzelung.

Gemeinsam mit Christina Laube zeigt Zaeri, dass eine Graphic Novel historische Themen nicht vereinfachen muss. Sie kann komplexe Erfahrungen verdichten und zugleich einen persönlichen Zugang schaffen. Anna ist deshalb keine bloße Bebilderung einer Kriegsgeschichte, sondern ein Erinnerungsbuch: Es bewahrt die Geschichte einer jungen Frau, deren Leben sonst vielleicht vergessen worden wäre.

 

Mehrdad Zaeri:
Zeichnen als Sprache der Erinnerung

Mehrdad Zaeri gehört zu den prägenden Illustratoren und Zeichnern der deutschsprachigen Kinder- und Jugendliteratur. Seine Bilder sind poetisch und zugleich von großer emotionaler Kraft. Sie erzählen von Flucht und Verlust, von Erinnerung und Hoffnung – oft mit wenigen Linien, aber einer bemerkenswerten Ausdrucksstärke. Bekannt wurde Zaeri unter anderem durch seine Illustrationen zu Otfried Preußlers Krabat. Inzwischen arbeitet er gemeinsam mit seiner Frau Christina Laube auch an großformatigen Wandbildern, Büchern und Installationen – unter dem Namen Sourati.

Kindheit und Jugend im Iran

Mehrdad Zaeri wurde 1970 in Isfahan im Iran geboren. Dort wuchs er mit seinen drei Geschwistern in einer Arztfamilie auf. Schon als Kind zeichnete er leidenschaftlich gern. Das Zeichnen war für ihn nicht nur ein Zeitvertreib, sondern früh eine Möglichkeit, Gedanken und Gefühle auszudrücken.

Seine Jugend fiel in eine politisch und gesellschaftlich bewegte Zeit. Nach der Islamischen Revolution von 1979 veränderte sich das Leben im Iran grundlegend. Die Familie, die zunächst Hoffnungen auf mehr Demokratie gehegt hatte, erlebte zunehmend die Repressionen des neuen religiös-autoritären Systems. Als Zaeri 14 Jahre alt war, entschlossen sich seine Eltern deshalb, mit ihren vier Kindern das Land zu verlassen. Die Flucht führte über die Türkei und Ost-Berlin schließlich in die Bundesrepublik Deutschland; im April 1986 kam die Familie in Heidelberg an.[de.wikipedia]

Der Wechsel in ein fremdes Land bedeutete für den Jugendlichen einen tiefen Einschnitt. Er musste eine neue Sprache lernen und sich in einer unbekannten Umgebung zurechtfinden. Das Zeichnen wurde dabei zu einer Art Verständigungsmittel. Zaeri konnte sich zunächst nicht sicher auf Deutsch ausdrücken – aber er konnte zeichnen. Über seine Bilder fand er Zugang zu Mitschülerinnen und Mitschülern und allmählich auch zu seiner neuen Heimat.[wosonst]

Der Weg zum professionellen Illustrator

Nach dem Abitur in Heidelberg entwickelte Zaeri seine zeichnerische Begabung zu einem Beruf. Seit 2006 arbeitet er als Buchillustrator, Live-Performance-Zeichner und Geschichtenerzähler. Bei Live-Zeichenperformances entstehen Bilder häufig unmittelbar während einer Lesung, eines Konzerts oder einer Veranstaltung. Zaeri verbindet dabei Zeichnung, Sprache und Musik zu einer eigenen Form des Erzählens.[auserlesen-ausgezeichnet]

Seine Bildsprache ist meist reduziert. Einzelne Figuren, Gesichter oder Gegenstände reichen ihm, um ganze Lebensgeschichten anzudeuten. Gerade diese Konzentration macht seine Illustrationen eindringlich. Sie lassen Raum für die Fantasie der Betrachtenden und vermeiden es, Gefühle vollständig auszuerklären.

Ein wichtiger Schritt in seiner Karriere war die Illustration von Otfried Preußlers Krabat. Die düstere, geheimnisvolle Geschichte um den Müllerburschen Krabat verlangt nach Bildern, die Verlockung, Angst, Magie und Freiheit zugleich vermitteln. Zaeris Illustrationen machten den Roman für eine neue Generation von Leserinnen und Lesern sichtbar und trugen wesentlich dazu bei, seine besondere zeichnerische Handschrift einem großen Publikum bekannt zu machen.

Sourati: Kunst auf Büchern und Hauswänden

Mit seiner Frau Christina Laube arbeitet Zaeri seit vielen Jahren eng zusammen. Laube ist Fotografin, Autorin und Künstlerin. Gemeinsam bilden sie seit 2016 das Duo Sourati. Der persische Name bedeutet „Altrosa“ – eine Farbe, die in ihren Arbeiten immer wieder eine Rolle spielt.[ma-rheinau]

Die Zusammenarbeit begann mit großformatigen Wandbildern. Den ersten wichtigen Impuls gab eine Einladung des Mannheimer Projekts STADT.WAND.KUNST. Zaeri und Laube entwickelten für eine Hausfassade das Mural Die Freiheitstesterin. Aus diesem zunächst als Versuch gedachten Projekt entstand eine dauerhafte gemeinsame künstlerische Arbeit.[wosonst]

Sourati verbindet Zaeris reduzierte Zeichnungen mit Laubes fotografischem, erzählerischem und organisatorischem Zugang. Die Werke sind häufig poetisch, zurückhaltend und menschenfreundlich. Auf Fassaden erscheinen Figuren, Tiere, Vögel oder Bäume, die von Abschied, Neuanfang und dem Wunsch nach Zugehörigkeit erzählen.

Ein besonders passendes Beispiel ist das Mannheimer Wandbild Abschied und Neubeginn. Es zeigt eine Frau mit einem Koffer in der Hand, einer Katze auf dem Kopf und einem Baum im Rucksack. Die Darstellung verweist auf Menschen, die ihre Heimat verlassen mussten und andernorts neue Wurzeln schlagen. Für Zaeri besitzt dieses Motiv auch eine persönliche Bedeutung.

Zu den neueren Projekten gehört das Mannheimer Street-Art-Projekt „Right here, Rheinau!“. Dabei gestalteten Sourati mehrere Fassaden im Stadtteil Rheinau. Die Wandbilder bilden einen Kunstpfad, der von Bewohnerinnen, Bewohnern und Besuchenden zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit der Straßenbahn entdeckt werden kann. Mit feinen Linien und zurückhaltenden Farben erzählen die Murals kleine Geschichten aus dem Alltag und regen zum Nachdenken an.[ma-rheinau]

Sourati arbeitet jedoch nicht ausschließlich im öffentlichen Raum. Zu den jüngeren Projekten zählen auch das poetische Bilderbuch Marthas Reise mit Lasercut-Elementen sowie die Rauminstallation Dedicated to Tati in der Kunsthalle Göppingen. In dieser Installation verarbeiteten die beiden Nachrichten einer Freundin aus der Ukraine. Aus persönlichen Mitteilungen entstand ein Raum über Krieg, Sorge, Nähe und die Möglichkeit, durch Kunst den Kontakt zu einem Menschen aufrechtzuerhalten.

Ein Künstler zwischen Welten

Mehrdad Zaeri bewegt sich heute selbstverständlich zwischen verschiedenen künstlerischen Formen: Er illustriert Bücher, zeichnet live auf Bühnen, gestaltet Graphic Novels und verwandelt gemeinsam mit Christina Laube Hausfassaden in erzählende Bilder. Seine Arbeiten sind dabei von einer klaren Haltung geprägt. Sie geben Menschen eine Stimme, deren Geschichten übersehen oder vergessen werden könnten.

Sein eigener Lebensweg vom Iran über die Flucht nach Deutschland bis zum international beachteten Künstler bildet den Hintergrund für diese Sensibilität. Zaeri zeigt, dass Zeichnen mehr sein kann als das Bebildern eines Textes. Es kann eine Sprache sein, wenn Worte fehlen; ein Ort der Erinnerung, wenn Erlebnisse zu verblassen drohen; und eine Brücke zwischen Menschen, die aus unterschiedlichen Ländern und Lebensgeschichten kommen.

In seinen Büchern und in den Wandbildern von Sourati bleibt deshalb eine zentrale Botschaft erkennbar: Geschichten können verloren gehen – aber Bilder helfen, sie zu bewahren.