Vorankündigung: Der Hauptfriedhof Bad Dürkheim – Führung mit Rolf Jochum

Im Jahr 2027 wird uns unser KF Rolf Jochum einen tieferen Einblick in die historischen Dimensionen des Hauptfriedhofs in Bad Dürkheim geben.
Im Anschluss an die Führung werden wir zum Abend oder Mittagessen in unser Stammlokal einkehren.

Der Termin wird noch bekannt gegeben.

Hier schon mal ein paar Informationen vorab:

Der Hauptfriedhof Bad Dürkheim – ein Spiegel der Stadtgeschichte

Der Hauptfriedhof Bad Dürkheim, an der Friedhofstraße gelegen, zählt zu den ältesten noch genutzten Begräbnisstätten der Pfalz. Seine Anlage geht auf das Jahr 1572 zurück. Über mehr als vier Jahrhunderte wurde der Friedhof mehrfach erweitert und spiegelt so das Wachstum der Stadt.[memovida]

Der südliche, ummauerte Teil steht als Denkmalzone unter Schutz und bewahrt Grabmäler aus mehreren Jahrhunderten. Die Leichenhalle stammt aus den Jahren 1838/39. Nach der Zerstörung der Dürkheimer Innenstadt durch einen Bombenangriff am 18. März 1945, bei dem über 300 Menschen starben, wurde die Friedhofskapelle St. Salvator von 1948 bis 1952 errichtet – ein Zeugnis des behutsamen Wiederaufbaus.[rheinpfalz]

Auf dem Gelände befinden sich Kriegerdenkmäler für die Jahre 1870/71 und 1939/45, die an die Gefallenen der Kriege erinnern. Historische Grabmäler bedeutender Familien – etwa das antikisierende Grabmal der Familien Becker und Baust, dessen Inschriften von 1809 bis 1982 reichen – machen den Friedhof zu einem ortsgeschichtlichen Archiv.[rlp.museum-digital]

Die jüdische Gemeinde Bad Dürkheims bestand vom 14. Jahrhundert bis 1940 und erreichte im 19. Jahrhundert über 280 Mitglieder. Ihre Toten wurden auf dem jüdischen Friedhof in Wachenheim beigesetzt, der bereits im 16. Jahrhundert angelegt wurde und mit rund 1000 erhaltenen Grabsteinen einer der bedeutendsten der Pfalz ist. Im Oktober 1940 wurden die letzten 19 jüdischen Einwohner nach Gurs deportiert; 61 Gemeindemitglieder wurden während der NS-Zeit ermordet (Wikipedia; Alemannia Judaica).[alemannia-judaica][de.wikipedia]

Heute ist der Hauptfriedhof mehr als ein Begräbnisplatz – er ist ein lebendiger Erinnerungsort, der die wechselvolle Geschichte einer pfälzischen Kurstadt aus Stein erzählt.